Die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit unterstützt das umfassende Kostendämpfungspaket 2. Beide Vorlagen wurden abgeschlossen und sind bereit für die Sommersession. Warum ist das für die Physiotherapie relevant? In der Medienmitteilung der Bundesversammlung von Ende April heisst es wie folgt:

Schliesslich hat die Kommission mit 7 zu 6 Stimmen ihren Beschluss bestätigt, Netzwerke zur koordinierten Versorgung einzuführen, aber die Bedingungen dafür präzisiert. So sollen diese Netzwerke in einem zweistufigen Verfahren zugelassen werden: Zunächst sollen Netzwerke mit einer oder mehreren Krankenkassen Verträge abschliessen und Leistungen für die Versicherten dieser Kassen anbieten können. Zeigt sich, dass diese Leistungen kostengünstiger und in der notwendigen Qualität sind, kann ein Kanton die Netzwerke generell zulassen, wenn so die Gesundheits versorgung gesichert wird. Damit die Netzwerke für Versicherte attraktiv sind, soll der Selbstbehalt bei ihren Leistungen reduziert werden können. Eine Minderheit beantragt weiterhin, auf die Einführung von Netzwerken zur koordinierten Versorgung zu verzichten.

Konkret geht dabei «Politimpuls» mit dem Beispiel der Physiotherapie im Zusammenspiel der koordinierten Versorgung ein:

Schliesslich hat die Kommission mit 7 zu 6 Stimmen ihren Beschluss bestätigt, Netzwerke zur koordinierten Versorgung einzuführen, aber die Bedingungen dafür präzisiert. Solche Netzwerke ermöglichen es verschiedenen Leistungserbringern wie beispielsweise Ärzt:innen und Physiotherapeut:innen, ihre Leistungen und auch den Koordinationsaufwand zusammen abzurechnen.

Was ist konkret geplant?

Ein wesentlicher Bestandteil des Kostendämpfungspakets ist die Einführung von Netzwerken zur koordinierten Versorgung. Diese Netzwerke sollen in einem zweistufigen Verfahren zuglassen werden:

  1. Vertragsabschluss mit Verischerungen: Zunächst sollen die Netzwerke Verträge mit einer oder mehreren Krankenkassen abschliessen und Leistungen für die Versicherten dieser Kassen anbieten.
  2. Generelle Zulassung durch Kantone: Wenn diese Netzwerke nachweislich kostengünstige und qualitativ hochwertige Leistungen erbringen, kann ein Kanton sie generell zulassen, um die Gesundheitsversorgung zu sichern.

Ein zusätzlicher Vorteil für die Versicherten ist die mögliche Reduktion des Selbstbehalts, wodurch die Netzwerke attraktiver werden.

Relevanz für Physiotherapeuten

Diese Entwicklungen sind besonders für Physiotherapeuten von Bedeutung, da sie direkt in die koordinierten Versorgungsnetzwerke eingebunden werden können. Dies bedeutet:

  • Gemeinsame Abrechnung: Physiotherapeut:innen können ihre Leistungen gemeinsam mit anderen Gesundheitsdienstleistern wie Ärzten abrechnen, was die Verwaltung und Abrechnung vereinfacht.
  • Engere Zusammenarbeit: Die Netzwerke fördern eine engere Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Leistungserbringern, was die Patientenversorgung verbessert. Durch die koordinierten Behandlungspläne kann die Effizienz und Qualität der Physiotherapie gesteigert werden.

Die Fortschritte im Kostendämpfungspaket 2 bieten Physiotherapeuten und Physiotherapeutinnen erfreuliche Chancen. Die neuen Netzwerke zur koordinierten Versorgung könnten eine engere Zusammenarbeit und eine umfassendere Patientenbetreuung ermöglichen. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich diese Entwicklungen weiter gestalten und welche konkreten Auswirkngen sie auf den Alltag von Physiotherapeuten haben werden.